Kreatives Schreiben

Schreiben – reine Übungssache?

Wortinseln

Noch vor einem Jahr hatte ich erhebliche Bedenken, was Wortzahlvorgaben und ein festes Schreibpensum betrifft. In Schreiben unter Zwang habe ich mich explizit dagegen ausgesprochen, mir selbst ein Arbeitspensum aufzuerlegen.
Heute sehe ich das anders. Wie in meinem letzten WIP beschrieben, liegt meine durchschnittliche Erwartung bei 500 Wörtern am Tag, an freien Tagen bei 1000 Wörtern, und ich denke darüber nach, die Wortzahlvorgabe anzuheben.

Damals wäre das unvorstellbar gewesen.

Zum Verständnis: Ich habe im letzten Jahr nach sechs langen Jahren mein Studium der Germanistik und Philosophie abgeschlossen, zwei sehr schreibintensive Studiengänge. Insgesamt habe ich in dieser Zeit dreiundvierzig Hausarbeiten und Essays sowie meine Examensarbeit geschrieben.

Im Gegensatz zum literarischen Schreiben ist wissenschaftliches Schreiben ziemlich anstrengend. Es geht nicht nur darum, komplizierte Sachverhalte richtig darzulegen, eigene Meinungen sinnvoll zu begründen und sich wissenschaftlich gewählt auszudrücken, sondern erst einmal grundlegend das zu verstehen, was andere über das Thema gesagt haben und dieses…

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Kreatives Schreiben

Elfchen – Kleines Gedicht aus 11 Wörtern in 5 Zeilen

Hallo Petra,
gut erklärt und mit einem schönen Bild. Elfchen-schreiben hat mir schon viel Freude gemacht, -vor Allem in der Gruppe. Und eigentlich wollte ich darüber schon selbst schreiben. aber Dein Artikel ist perfekt. Du gibst wie ich sehe das Re-bloggen frei also drücke ich jetzt mal den Knopf auf das die Elfchen der Welt Freude bringen mögen. Ich danke Dir ganz herzlich!
Dirk

Schreibteufelblog

Das Elfchen besteht aus 5 Zeilen deren Inhalt sich wie folgt zusammensetzt :

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Kreatives Schreiben, Schreibwerkstatt, Selbsterkenntnis

#WritingFriday #21 | Danksagung ans Bücherregal

Emma Escamilla

Heyho!

Schön, dass du bei mir vorbeischaust. Heute ist wieder der #WritingFriday dran, nachdem ich ihn letzte Woche mal wieder „geschwänzt“ habe.

Der #WritingFriday wird immer freitags von der lieben Elizzy von Read Books And Fall In Love gehostet. Sie stellt uns jeden Monat neue Schreibthemen zur Verfügung, aus der wir uns eines aussuchen können.

Die Schreibthemen für August:

  • Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz „Luna war so verliebt aber niemand hätte damit gerechnet, dass…“ beginnt.
  • Beschreibe einen Tag im Leben einer Plastikflasche.
  • Schreibe eine Geschichte zu folgender Situation; Du betrittst einen schummrigen, alten Laden und kaufst …(Platz für eigene Idee)… dafür wirst du dann aber verfolgt.
  • Schreibe eine Danksagung an dein Bücherregal.
  • Du bist Paartherapeutin, erzähle von einer Sitzung.

writing friday

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Kreatives Schreiben, Motivation, Schreibwerkstatt, Selbsterkenntnis

Motivationstief überwinden – 12 Tipps

Wortinseln

Es ist Samstagmittag, strahlend blauer Himmel und halb Rostock versucht gerade, noch ein freies Plätzchen am völlig überfüllten Strand von Warnemünde zu finden. Ich sitze stattdessen in meinem überhitzten Wohnzimmer mit dem heiß gelaufenen Laptop auf meinem Schoß und schreibe an meiner Geschichte. Typisch Schriftsteller! Statt rauszugehen und das Leben zu genießen, verlieren sie sich in Traumwelten, die sie quälend langsam zu Papier bringen.
Ja, so ist das eben, wenn man ein Ziel hat, muss man sich auch mal auf den Hosenboden setzen und durchziehen! Dass das unabhängig vom Wetter nicht immer einfach ist, habe ich in den letzten zwei Monaten feststellen müssen. Die bekanntlich beste Ausrede ist ja: Ich hatte einfach keine Zeit! Tatsächlich hatte ich jedoch Zeit ohne Ende. An was es vielmehr fehlte, war Motivation.
Wie man ein solches Schreibtief überwinden kann, habe ich auf Twitter gefragt und eine Menge toller Tipps erhalten, die ich euch hier…

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Charakterisierung, Schreibwerkstatt, Selbsterkenntnis, Spannung

Helden, Sehnsüchte, Ganoven

In diesem Beitrag geht es um Handlungsaufbau und Charakterisierung.

Ob du es glaubst oder nicht, die großen und kleinen Geschichten der Menschheit sind zu einem erheblichen Teil nach dem gleichen Muster gestrickt:

Protagonist, Antagonist, Handlungshintergrund

Ein Protagonist, der etwas unbedingt will und ein Antagonist, der eben dies nicht will. Das ist eine gute Basis, um die Handlung in Gang zu halten. Wenn der Handlungshintergrund Louisianna zur Zeit des Bürgerkriegs ist, dann dürfte die Protagonistin wohl Scarlet O´Hara sein.  Natürlich kannst du es auch ganz anders machen aber das oben stehende Konzept wird weltweit verstanden und geschätzt.

Und hier einige Thesen für Dich zum Nachdenken.

 

Figuren machen die Geschichte

Es gibt gute Gründe, die Protagonisten zuerst oder zumindest in einer frühen Phase zu entwerfen. Denn:

Der Wille des Protagonisten bringt die Handlung hervor

Die Handlung kommt in Gang, weil der Protagonist handelt. Und damit er handelt, muss er etwas wollen. Und deine Aufgabe als Schriftsteller ist es, dafür zu sorgen, dass er das was er will nicht bekommt! Dabei hilft dir der Antagonist. Merke:

 

Charakterisierung Literatur

Sowohl der Protagonist als auch der Antagonist verfolgen ihre Ziele dabei mit großer Energie! Alles, was du dir in deinem Leben nicht wünschst, must du ihnen zumuten. Lebensgefahr, unfassbare Anstrengungen, Schicksalsschläge, Enttäuschungen,-du musst sie von einer Katastrophe in die Nächste führen.

Und deine Protagonisten? – Sie dürfen von dem was sie wollen nicht ablassen, müssen sich immer wieder aufraffen, auch wenn alles verloren scheint.                                      Dann wird der Leser sie lieben.

Niemals solltest du sie schwarzweiß zeichnen.

Ein guter Protagonist

Beide müssen gute und schlechte Eigenschaften haben. Wo Menschen nur gut oder böse sind, befinden wir uns in der Trivialliteratur, (bei Zorro zum Beispiel oder bei dem jungen Grafen im Adelsroman) oder im Märchen. (Aber Märchen sind auf andere Art tiefsinnig.)

Und noch eine These:

Protagonisten durchlaufen eine Entwicklung

Indem du die innere Entwicklung deines Protagonisten deutlich machst, kannst du dich zur Trivialliteratur abgrenzen.                                                                                             Beispiel: Frodo Beutlin, der Hobbit aus dem Auenland, hat eigentlich nur vor, ein behagliches Leben zu führen. Aber er ist in den Besitz des Ringes geraten und er erkennt, dass es an ihm ist, diesen Ring zu vernichten, damit die Welt nicht in die Hand Saurons, des Bösen fällt. Warum lieben Millionen von Menschen diesen Frodo? – Weil er bereit ist, seine Bestimmung zu erkennen und weil er alles, wirklich alles gibt, um ihr zu folgen. Er will den Ring vernichten

Und hier eine Übung:

Finde 3 Bücher und beschreibe, was der Protagonist will.

Unbedingt muss dem Leser deutlich werden, warum deine Protagonisten das wollen, was sie wollen.

Fangen wir mal mit einem Bösewicht an. Nennen wir ihn „Big Joe Williams.“

Big Joe ist 1,95 m groß, muskelbepackt, über und über tätowiert und mehrfach vorbestraft. Zwei Polizistenmorde, schwere Nötigung, Raubüberfälle, Erpressung, Drogenhandel sowieso. Wer ihm begegnet, hat das Gefühl, sagen wir mal, von einer Planierraupe überrollt zu werden. 10 seiner 35 Jahre hat er im Gefängnis verbracht, meistens im berüchtigten Alcatraz. Warum ist der Mann so? Das musst du deutlich machen. Vorschlag:

Als Joe 4 Jahre alt war, wurde sein Vater vor seinen Augen von einem Polizisten erschossen. Die Tat wurde nie geahndet.

Dies nur als als Einstieg in das Thema „Die große Charakterisierung.“  Ich zeige Dir dort, wie du einen Faszinierenden Charakter anlegst.

So long

Schreibt wild und gefährlich.

Euer Dirk