Vom Glück des Schreibens (2)

Schriftsteller, Blogger und Texter

Homo Sapiens Scribo, volkstümlich: >Schreibsuchtling<


(Nicht zu verwechseln mit „Schreibsuchti“, der schreibt einen dieser nervigen „Blogge dich reich-Blogs,“ in dem, mit dem Versprechen immenser Werbeeinnahmen, die Gier nach Geld, Erfolg, und nochmals Geld geweckt wird. Wenn es das sein soll, bitte hier lang: https://www.schreibsuchti.de/ Die erste von vielen Millionen wartet schon.)


Mit Schriftstellern ist nichts anzufangen

>Komische Vögel sind diese Schriftsteller. -Sitzen Tage und Nächte an ihren Schreibgeräten,<

und sind auch in der restlichen Zeit kaum ansprechbar. Dann brüten sie nämlich was aus. „Kreative Inkubationszeit“, nennt sich das. Scheinbar tun sie nichts oder irgendwas sinnloses aber wehe, sie werden dabei gestört. Hier kannst du mehr über das Desaster lesen:

https://schreibrausch.com/2019/07/03/mit-mussiggang-zum-ziel/

Was Anderen Realität ist, beäugen sie wie Gift, was anderen wichtig ist, betrachten Sie als Pflichtübung. Verwandtenbesuche finden sie so interessant, wie eine Infektion mit Noro-Viren und oft wissen sie tagelang nicht, wo ihr Handy liegt, weil sie es gar nicht erst suchen und der Akku sowieso leer ist. Liebevoll bereitete Mahlzeiten sind ihnen lästige Unterbrechungen und, selbst dabei scheinen sie in unerreichbaren Tiefen zu schweben. Wie Wale, die auftauchen müssen, um zu Atmen, zieht es sie bald wieder an Ihren Schreibtisch. Die Welt an sich ist ihnen egal. Sie betrachten sie mit ihren Röntgenaugen wie einen Steinbruch. Steckt da vielleicht eine gute Story drin?,- das ist ihre Frage.

Und das Gemeinste:

Sie sind auch noch glücklich dabei.-Rücksichtslose Egoisten!

Schriftsteller schreiben auch, wenn andere ihren Lieblingsbeschäftigungen nachgehen. Urlaubs- und Feiertage, Shopping – Samstage und Sonntage, – alles wird gerne geopfert, denn Schreiben ist nun mal ihre Welt. Es ist das, was sie brauchen und wirklich ernst nehmen.

Und ständig sind sie am Lesen!

Als sei das nicht genug, lesen sie auch noch dauernd. Nicht um andere Autoren zu studieren, sondern, weil es ihnen Freude bereitet und sie Bücher eben lieben. Denn nur was mit Emotionen verknüpft ist, bleibt letztlich haften und wird ihr Gefühl, für das, was ein guter Text ist vertiefen.

Schriftsteller als Partner? Oh nein!

Als PartnerInnen, das haben sie bereits begriffen, sind sie eine Nullnummer. Sollten Sie ein Exemplar der Gattung kennen lernen, dann nehmen sie die Beine in die Hand. Und machen Sie nicht den Fehler, sich noch einmal umzudrehen. Dieser Mensch hat seine große Leidenschaft bereits gefunden. Da können sie nur noch unter „ferner liefen“ rangieren.

Lesen ist nicht Ihre Welt? – Dann dürfen Sie auch nicht schreiben.

Vielleicht werden Sie eine Zeit lang den Stil anderer Schriftsteller imitieren. Das ist eine gute Übung und in Ordnung. Doch dann-

Finden sie Ihren Stil-heben Sie ab!

Finden sie ihren Stil beim Kreativen Schreiben

Auf die Dauer können Sie nicht aus Ihrer Haut und werden, wenn sie viel schreiben, ihren Stil finden und,-mehr noch, sie werden ihre tiefe heilige Wahrheit verwirklichen. „Haben sie es nicht auch eine Nummer kleiner?“, mögen Sie jetzt fragen, aber ich bleibe dabei, denn ich kenne Menschen, denen es so ergeht.

Sie werden an Ihrem Schreibtisch sitzen, wie der Lenker eines filigranen Fluggerätes und Ihre Zeichen an den Himmel malen. Über geheimnisvolle Berge und in verwunschene Täler werden Sie gleiten, ergriffen den Gesängen des Waldes lauschen und machtvollen Wesenheiten begegnen.

Machtvolles Wesen

Sie werden aus tiefster Seele schreiben. Wie aus einem Traum heraus, aus einem Denken, das „jenseits des Denkens“ ist, aus Ihrem tiefsten Sein heraus und immer wissen, dass sie nur eine kleine Ahnung vermitteln können. Aber diese kleine Ahnung ist das, worauf es ankommt. Und wenn Sie aus diesem Traum erwachen, fühlen Sie tiefe Verbundenheit, die schwer zu beschreiben ist.

Stellen Sie sich vor, Sie hätten noch nie Ananas gegessen und ich müsste Ihnen den Geschmack beschreiben. Es geht nicht- Sie müssen es einfach erfahren.

Aber sie können viel tun, indem Sie günstige Bedingungen schaffen: Sorgen Sie allgemein gut für sich. Machen Sie einen Kehraus und entsorgen alles, was im Leben nur leere Hektik bringt. Auch Menschen, die Ihnen aus krankhafter Bedürftigkeit nur Kraft rauben.

Geben sie sich die richtige Nahrung. Gespräche mit Menschen, die Ihren Herz-Geist berühren. Ungewohnte Erlebnisse, ein Museumsbesuch, den Sie ganz alleine für sich planen. Ein Tag, alleine an einem schönen Ort in der Natur, eine nächtliche Wanderung, ein Konzertbesuch. – Was immer ihnen in den Sinn kommt. Aber Sie müssen es alleine tun!

 Geistige Nahrung für Schriftsteller

Wer nicht bereit ist, sein Leben zu ändern, dem kann nicht geholfen werden

Aristoteles

Setzen sie die Segel und nehmen sie das Steuer in die Hand!

In diesem Sinne wünsche ich ein gesegnetes neues Jahr.

Ihr D.H.Ludwig


Wenn du tiefer einsteigen möchtest: Im Januar erscheint „Schreiben als Weg“


„Wenn du nicht von Dingen tief in deinem eigenen Herzen schreibst. Was ist dann der Sinn, so viele Worte zu machen?“
Ryokan. Zen-Mönch, Eremit, Dichter. *1758

Vorwort
In diesem Buch geht es um Ihr Leben!

Es ist ein Pamphlet für das Glück der schöpferischen Betätigung und ein Wegweiser, dem sie folgen können, um schreibend Ihr Leben zu verändern.

Wenn sie bereits schreiben, werden sie ihren Schreibprozess tiefer reflektieren, freier, authentischer, eindringlicher und origineller werden. Wenn sie erst anfangen, können sie Ihre Motivation klären, die „Angst vorm leeren Blatt“ verlieren und beginnen, sich mit ihren ganz eigenen Gedanken und Gefühle tiefer auseinanderzusetzen, sie anzunehmen und ihnen schreibend zu folgen…

Ein Kommentar zu „Vom Glück des Schreibens (2)

  1. Weißt du, deine Art zu schreiben … da kommt viel Augenzwinkern mit. Das ist es, was die Welt auch braucht, wo ich mir aber beispielsweise wieder schwer tue. Das Schöne ist ja, fragst du dann den eigenen Partner, so verdreht der manchmal die Augen, weil man/frau lieber am Laptop arbeitet, als sich wieder eine Serie reinzuziehen, die gerade im Programm läuft.
    Durch das Schreiben entdecken wir doch alle auch neue Welten und neue Dinge im Leben … und das Schöne dran ist – für jeden gibt es das „richtige“ Genre, manchmal braucht es halt etwas Zeit dieses auch zu finden.

    In diesem Sinne – schön, dass es Blogger wie dich gibt … Augenzwinkern braucht die Welt nämlich auch 😉

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