Schreibrausch über mehr Zusammenarbeit

Wir sind nicht getrennt. Dazu ein wunderbarer Kommentar von Anyway, den ich auf dem Blog von Karmenjurela fand.

Ich kreiere, also bin ich!

Anyway schrieb neulich in einem Kommentar

„Ich glaube es war noch nie so deutlich zu sehen, wie sehr jeder einzelne Mensch auf jeden anderen angewiesen ist.
Es ist ja auch wohl nichts neues dass, auf der praktischen Ebene, die meisten unserer Tätigkeiten schon längst Teil von Ereignisketten sind
die weit über unser direktes Umfeld hinausgehen. Jeder der diesen Text in diesem Moment liest kann das nur weil andere Menschen elektrische Leitungen in den Erdboden unter Strassen über Ländergrenzen hinweg und sogar durch Ozeane verlegt haben.
So gut wie jedes Produkt oder Kleidungsstück das wir benutzen legt von der Rohstoffgewinnung bis zum Verkauf im Laden oft sehr Weite Wege zurück und geht durch extrem viele Hände.
…“

Ursprünglichen Post anzeigen 25 weitere Wörter

6 Kommentare zu „Schreibrausch über mehr Zusammenarbeit

  1. Ohh danke fürs rebloggen Schreibrausch!

    Der Kommentar stammt eigentlich aus dem Blogeintrag „Ein Gedicht“.
    Hier der Link dazu um den Zusammenhang etwas besser zu verstehen.
    https://ichkreierealsobinich.com/2020/03/22/ein-gedicht/

    Hier ist noch der Rest von dem Kommentar, weil mir die zweite Hälfte davon auch wichtig ist.

    „…Kurz gesagt, auf materieller Ebene ist es uns schon Bewusst wie sehr alles Zusammenhängt und dass das alles auf gegenseitigem Vertrauen basiert, weil wir es direkt mit unseren Sinnen erfassen können.
    Auf gesundheitlicher Ebene wird es im Moment vielen um einiges bewusster, weil wir die Informationen die wir erhalten akzeptieren und den Informationsquellen vertrauen.
    Auf psychischer Ebene ist Grundvertrauen auch das stabilisierende Element, auch wenn es nicht so einfach greifbar ist.
    Natürlich spricht nichts gegen Hilfe für Suchtkranke die Hilfe suchen. Eine langfristige Strategie gegen Suchtkrankheiten wäre aber eine Gesellschaft in der es ein Bewusstsein für jede psychische Verfassung von jedem gibt die deutlich mehr stabilere Menschen hervor bringen würde.
    Ob es sowas wie Gesellschaft „gibt“ oder ob sie anders sein sollte? Wer weiss sowas schon…Ich weiss nur das jeder gewinnt umso mehr gesündere Menschen auf der Welt sind. Mich interessieren nur Sachen die funktionieren. Jemandem zu helfen, auch wenn es ein Fremder ist, für den man keine Verantwortung hat funktioniert. Für alle.“

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    1. Danke Anyway für Deinen Kommentar. wenn ich schrieb, dass wir verbunden sind, dann meinte ich auch eine Verbundenheit auf einer geistigen Ebene, von der wir nicht wirklich etwas wissen. so etwas wie ein kollektives Unbewusstes, von dem unser individueller bewusster Geist nur ein Teil ist.

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      1. Zu dem Thema kann ich den Klassiker „The Doors of Perception“ von Aldous Huxley empfehlen.

        In dem Buch wird eine Theorie beschrieben dass, das menschliche Gehirn womöglich alle Ereignisse die im Universum stattfinden, wahrnehmen kann. Das Nervensystem wäre somit vor allem als Filter zu sehen, der vor allem die Aufgabe hat nur die Informationen durchzulassen, die für den praktischen Nutzen eines Menschen relevant sind.
        Nach dieser Theorie würde prinzipiell jeder über das komplette kollektive Bewusstsein verfügen.

        In einer anderen Stelle des Buches geht er auf die wohl letzte Stufe der Ego-Aufgabe ein und spricht von einem „vernebeltem Wissen“ das Alles mit Allem verbunden ist. Dieser Zustand wäre das, was der Wahrnehmung von alle Ereignissen die im Universum gerade stattfinden, am nächsten kommen würde.

        Das Buch hat noch einige andere Themen, aber das sind jedenfalls zwei von relativ vielen Stellen bei denen es um ein kollektives Bewusstsein geht.

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  2. Danke für Deinen Beitrag zur Ego-Aufgabe. Mich interessiert das, weil ich schon seit ewigen Zeiten Zen-meditiere. Und alle Zen-Meister berichten von solchen Erlebnissen aber gleichzeitig sagen sie, dass es sich durch Worte nicht vermitteln lässt, weil es jenseits vom begrifflichen Denken ist. Aldous Huxley hat diese Erfahrungen mit Hilfe von Meskalin gemacht und viele, die LSD nehmen, erleben ähnliches. Was hat das mir Kreativem Schreiben zu tun? Eine Menge meine ich, denn je weiter unser Bewusstsein ist, desto besser werden die Texte. Ich glaube zum guten Schreiben gehört erst mal die tiefe Beziehung zu unserem Seelengrund und danach erst kommen all die Tipps des „Creative Writing“

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  3. Wie nahe die Erfahrungen nach der Einnahme von psychoaktiven Substanzen und die eines Zen Meisters bezüglich Ego-Aufgabe sind, wage ich nicht zu beurteilen.
    Dass eine gute und tiefe Beziehung zum Seelengrund auch tiefsinnigere Texte hervorbringt ist sicherlich richtig. Wahrscheinlich ist das auch die beste Grundlage für alles was man im Leben anfängt.
    Das bestimmte Substanzen helfen können ein besserer Schriftsteller oder Künstler zu werden ist, glaube ich aber, ein weit verbreitetes Missverständnis.
    Huxley war schon vor den Erfahrungen die er in „The Doors Of Percetpion“ beschreibt ein begnadeter Schriftsteller.
    Dadurch ist er in der Lage diese Erlebnisse, die sich ausserhalb der greifbaren Wahrnehmung abspielen, interessant und verständlich zu beschreiben. Was dieses Erlebnisse mit ihm als Mensch gemacht haben
    und ob es ihn als Schriftsteller weitergebracht hat ist eine ganz andere Frage. Ich glaube sich über
    Meditation an solche Zustände anzunähern, und dann auch richtig damit umgehen zu können, ist da wahrscheinlich die klügere Variante.

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    1. Hallo anyway. Danke für deine Gedanken hier. Natürlich wird ein hohler Kopf durch Drogen nicht zum Schriftsteller. (Eher passiert das Umgekehrte) Und sicher glaube ich, dass Meditation das Beste ist, was wir für uns tun können. Für uns und für alle fühlenden Wesen.

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