Buch schreiben, fiction, Kreatives Schreiben, Schreibwerkstatt

Füllwörter: Eigentlich einfach nur unnötig? — Writing Chills

Hallo, Schreiberlinge! Ihr habt sicherlich schon mal von „Füllwörtern“ gehört, oder? Sie tummeln sich in unseren Texten und Geschichten, teilweise, ohne dass wir uns dessen wirklich bewusst sind. Auch ich benutze gerne Füllwörter, ich denke sogar, ziemlich viele. Aber stimmt es wirklich, dass Füllwörter überflüssig sind, unsere Texte sogar verschlechtern? Um eins vorwegzunehmen: die finale […]

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Buch schreiben, Kreatives Schreiben, Schreibwerkstatt

Groß oder klein? Anredepronomen richtig schreiben — Romane und Geschichten schreiben

Ein sehr nützlicher Artikel der Autorin und Lektorin Isa Schikorski, den ich, mangels eigener Germanistischer Qualifikationen, hier mal einfach weitergebe.

»Bitte reichen Sie (oder sie?) mir das Brot«, sagte der Baron zu seiner Tischdame. »Kannst du (oder Du?) mir mal die Butter geben?«, sagte Karl zu Eva. – Dass die Orthografie ein weites und schwieriges Feld ist, wissen Sie aus eigener Erfahrung. Zusätzlich erschwert wird das Bemühen um korrekte Schreibweisen durch die verschiedenen Reformen der […]

über Groß oder klein? Anredepronomen richtig schreiben — Romane und Geschichten schreiben

Kreatives Schreiben

Aktion und Reaktion: Der Herzschlag einer Geschichte

Super-Artikel! Ein bisschen wie malen nach Zahlen , dachte ich, als ich zuerst von Dwight Swain hörte. Aber jetzt glaube ich, dass es hilfreich ist, gerabe um Spannung zu erzeugen.

David Schwamborn

Viele Autoren plotten ihre Geschichten, strukturieren diese also, bevor es zum eigentlichen Schreiben kommt. In diesem Artikel soll es aber nicht darum gehen, ob es nun gut ist, zu plotten oder nicht. Denn bei dem Thema werden Autoren für gewöhnlich zu Kleinkindern und ich bin Freund von Kindern, muss ich zugeben. Was ich heute mit euch teilen möchte, ist etwas, dass jeder Autor nutzen kann, um seine geschriebenen oder geplotteten Szenen zu überprüfen: Den Herzschlag einer guten Geschichte. Wer sich der Diskussion über dieses Prinzip anschließen möchte, kann einfach ins Wortkompass gehen und sich dort austauschen.

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Buch schreiben, Kreatives Schreiben, Schreibwerkstatt

Was man von diesen 3 Autoren lernen kann — Caro Stein

Ein großartiger Artikel den ich hier einfach mal weiter gebe.

Es schadet nie, wenn man mal einen Blick auf bereits erfolgreiche AutorInnen wirft und sich ansieht, warum sie überhaupt erfolgreich sind. Was machen sie anders oder besser als andere? Natürlich spielt Glück eine ganz große Rolle. Schließlich kann man kaum beeinflussen, bei welchem Lektor das Manuskript landet. Vielleicht findet Lektor A das Manuskript nicht gut, […]

über Was man von diesen 3 Autoren lernen kann — Caro Stein

Charakterisierung, fiction, Gut und lebendig schreiben, Kreatives Schreiben, Professionell schreiben, Schreiben für Profis

Überarbeiten, so wichtig wie das Schreiben

„Der erste Entwurf ist immer Mist“,  so hat es Ernest Hemingway einmal auf den Punkt gebracht. Der alte Mann und das Meer ist in Version 13 veröffentlicht worden. Und da haben noch qualifizierte Verlagslektoren mitgewirkt.

Überarbeitung

Den Schluss von „In einem anderen Land“, sagt er,  habe er wohl 39 mal umgeschrieben.

Plackerei?  Ja. Aber eben auch: Nobelpreis und Pulitzerpreis!

„An seiner Einstellung zur Revision eines Textes, kann man den echten Schriftsteller vom Möchtegernautor unterscheiden,“  schreibt Sol Stein in „About Writing.“

Es gibt viele verständliche Gründe, warum du dich gegen das Umschreiben wehrst.

Einer davon: Du hast keine Ahnung, wie du das angehen sollst.

Hier sind klare Arbeitsschritte.

Ist dein Protagonist interessant genug?

Charakterisieren Literatur

Sicher hast du  ihn sorgfältig Charakterisiert, sicher hat er gute und schlechte Eigenschaften, sicher hast du herausgearbeitet, was er will und warum er es will. Falls nicht, lies hier:   Wie du faszinierende Charaktere erschaffst

Aber, Hand aufs Herz: Ist dein Protagonist wirklich extrem beeindruckend und unvergesslich oder kannst du ihn noch schärfer zeichnen? So, dass seine Gesellschaft für jeden zu einem unvergesslichen Erlebnis wird.

Gib ihm noch eine Portion Exzentrik.

Zeige ihn bei einer Tätigkeit, die diese Exzentrik zum Ausdruck bringt,           denn Langweiler haben deine Leser schon genug in der Nachbarschaft.


Macht dein Protagonist eine persönliche Veränderung durch?


„Wer nicht bereit ist, sein Leben zu ändern,

dem kann nicht geholfen werden.                                                                                                                                                   Aristoteles

Lass seine Veränderungen dramatisch ausfallen!

Dass die meisten Menschen ihr Leben lang dasselbe tun und damit zu den immergleichen, oft frustrierenden Ergebnissen gelangen, ist traurig genug.

Deinem Leser musst du mehr bieten.

Aus dem Feigling wird ein Kriegsheld, der eine ganze Stadt vor dem Untergang rettet. Der verklemmte Moralist erlebt Sinnesrausch und Gefühlstiefe, der Bankhai wird Mönch, der Mönch ein sozial vorbildlicher Unternehmer, die frustrierte Matrone Marathonläuferin.

Egal was passiert, lass das Pendel extrem weit ausschlagen. Du bist hier nicht in den Niederungen des richtigen Lebens.

Ist dein Antagonist wirklich bösartig?

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AutorInnen gehören meist zu den Gebildeten und verkehren mit Menschen ihres Schlages. Man gibt sich kultiviert. Das Böse ist ein abgespaltener Teil, ein blinder Fleck, etwas, das nicht sein darf und schon gar nicht geäußert oder ausgelebt wird. „Elfenbeinturm“ eben.

Es fehlt an „geeigneten Vorbildern“ aus dem eigenen Lebensbereich. Die Antagonisten haben allenfalls schlechte Manieren, sind neurotisch, gierig, selbstsüchtig, unsensibel oder Muttersöhnchen.

Aber das reicht nicht für Gänsehaut, Faszination und Spannung.

Lass deinen Antagonisten Böse, ordinär, gehässig und zutiefst verworfen sein. Seine Freude sei es, anderen zu schaden.

Und das kann er nur effektiv, wenn er gleichzeitig ein paar einnehmende Eigenschaften hat. Sonst fällt niemand auf ihn rein.

Gibt es einen glaubwürdigen Konflikt zwischen Protagonist und Antagonist?

Die Handlung kommt in Gang, weil der Protagonist etwas will, das der Antagonist eben gerade nicht will. Sonst hätten  sie nichts miteinander zu tun.

Beispiel für einen glaubwürdigen Konflikt:

Frodo, der Hobbit erkennt, dass es an ihm ist, den Ring der Macht zu vernichten. Nur so kann er seine Heimat und die Welt vor Sauron schützen. Sauron hingegen benötigt den Ring um die Welt endgültig seiner Macht zu unterwerfen. Da ist kein Kompromiss möglich. Sie sind „aneinandergekettet.“ Man könnte auch sagen „sie braten im gleichen Ofen.“

Beispiel für einen unglaubwürdigen Konflikt:

Im Thriller gibt es oft einen superintelligenten „Bösen“, der die Welt mit seinen Hightech-Waffen vernichten will. Die Frage wo und wovon er danach leben will, steht unbeantwortet im Raum.

Hat deine Geschichte eine klare Prämisse?

Was eine Prämisse ist, habe ich erklärt:

Die Frage, die du dir stellen solltest, bevor du anfängst zu schreiben.

Hier noch mal in Kürze:

Die Prämisse ist das, was du in deinem Text beweisen willst.

Beispiele:

„Verbrechen lohnt sich“

Wenn dein Protagonist nach seinem Coup glücklich, reich und hochgeachtet in Südamerika lebt, dann ist „Verbrechen lohnt sich“ die Prämisse.

„Verbrechen lohnt sich nicht.“

Das ist die Prämisse aller Krimis. Der Täter wird vom Ermittler überführt und landet im Knast. Dass immer genau dies passiert, gehört zu den Konventionen des Genres und die Leser wollen erstaunlicherweise immer wieder genau das.

Die Prämisse ist keine universelle Wahrheit oder Moral.

Sie beschreibt nur, was in deinem Text passiert.

Auch wenn es weh tut:

Streiche jeden Satz, der die Prämisse nicht unterstützt.

Besser noch: Sei dir deiner Prämisse bewusst, bevor du anfängst zu schreiben.            Oder: Entwickle die Prämisse aus einer Ausgangssituation oder Figur, die du schon hast.  Sonst verfehlst du dein Thema und dafür gab es schon im Deutschunterricht eine Sechs.

Beispiel:

Wenn dein Protagonist sich aus prekären Verhältnissen zur Stellung eines Staatsministers, Unternehmensführers oder erleuchteten Gurus entwickelt, dann lautet deine Prämisse: Wer alles gibt, kann vieles erreichen. Das ist die Prämisse. Dass sein Bruder gleichzeitig das ruhige Leben eines Leuchtturmwärters führt, oder die Schwester ihre dritte Verlobung auflöst, stützt diese Prämisse nicht. So brillant du es auch beschreibst, der Leser wird deinen Text als weitschweifig empfinden.

Ausnahme: Es ist für die Charakterisierung oder die Handlung wirklich relevant.

Es darf nur eine Prämisse geben. 

Literatur Prämisse4

„Der alte Mann und das Meer“ handelt von einem Mann, der alles gibt, um einen Fisch zu fangen.  

Punkt Ende. 

Prämisse: „Ein Mann gibt niemals auf“ (Finde ich übrigens unmenschlich.)

In der Geschichte wird nicht bewiesen, dass dieser Kubanische Fischer ein guter Großvater, ein guter Ehemann oder gut im Pokern ist. Es trüge nichts zur Prämisse bei und würde die Geschichte verwässern.

Gehe deinen Text Szene für Szene durch, schreibe kurze Zusammenfassungen und entscheide, ob jede Szene die Prämisse stützt.

Dialoge

Dialoge sind nicht das, was sich Leute so erzählen. Sie sind ein Konzentrat.

Die wichtigste Regel: Du musst den Konflikt zwischen diesen Menschen zutiefst verstanden haben. Er muss sich unausweichlich aus ihrer Charakterisierung ergeben.

Beispiel 1:

„Ich liebe Dich“

„Ich liebe dich ja auch“

Sollte dir jemals jemand diese Antwort geben, dann wirf mit Vasen nach ihm, kratz ihm die Augen aus oder suche gleich das Weite. Das „Ja“ ist eine Giftspritze. Die korrekte Antwort wäre: „Ich liebe dich auch“, -aber das wäre literarisch langweilig.

Was soll dieses ja? – Es deutet den Konflikt an. Das „aber“ steht schon im Raum.  Beziehung ist in der „Ja aber-Phase“, die Liebe nur noch eine theoretische Option.

Beispiel  2:

„Ich liebe Dich“

„Ich dachte mit dem Thema wären wir durch“

Jetzt hast du eine Rakete am Start.

Ein Dialog wird interessant durch den Konflikt.

Mehr zum Thema: Dialoge auf Speed

Falls Du, liebe Leserin, lieber Leser,  bis hier gekommen bist, freue ich mich über deinen Kommentar. Denn das Thema kann man auch anders betrachten. Ich zumindest war empört, als ich zum ersten Mal all diese Regeln kennen lernte.

 

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Die Frage, die du dir stellen solltest, bevor du anfängst zu schreiben.

Was ist die Prämisse deines Textes?.

Die Prämisse ist das, was du in deinem Text beweisen willst.

Beispiele:

Verbrechen lohnt sich

Wenn dein Protagonist nach seinem Coup glücklich, reich und hochgeachtet in Südamerika lebt, dann ist „Verbrechen lohnt sich“ die Prämisse.

Die Prämisse ist also keine universelle Wahrheit oder Moral. Sie bezieht sich nur auf das, was in deinem Text passiert.

Verbrechen lohnt sich nicht

Das ist die Prämisse des Krimis, in dem der Täter vom Ermittler überführt wird und im Knast landet. Dass immer genau dies passiert, gehört zu den Konventionen des Genres und die Leser wollen erstaunlicherweise immer wieder genau das.

Rache ist keine Lösung

Das wäre die Prämisse für Hamlet, der den Mord an seinem Vater rächen will und nur noch mehr Blut vergießt.

Die Liebe siegt am Ende doch

Das ist die Prämisse des Adelsromans, in dem die junge, warmherzige Bürgerliche den Grafen abkriegt, obwohl seine Mutter ihm schon eine Frau seines Standes zugedacht hat. Dass auch in diesem Genre immer die gleichen Dinge passieren, scheint niemanden zu stören. Im Gegenteil, es sind die Konventionen des Genres und die Leser wollen genau das lesen. -Immer wieder.

Die Prämisse ist also

der zentrale Gedanke oder das fundamentale Gefühl, der rote Faden, der Kompass, das Konto, auf das jeder deiner Sätze einzahlt, der Kristallisationspunkt und die Leitplanke deines Plots.

Autobiographisches Schreiben

Die Prämisse bietet das, was viele Menschen in ihrem oft so konfusen Leben vermissen:

  • Dass Leid, und Anstrengungen einen Sinn haben.

  • Dass das Leben mehr ist, als eine Reihe von zufälligen und sinnlosen Episoden.

Die Prämisse erleichtert dir das Schreiben

Wen du dir über die Prämisse klar bist, kannst du jeden Gedanken von vornherein daraufhin untersuchen, ob er die Prämisse stützt. Du segelst mit Kompass.  Unnützes wirst du nicht mehr so oft schreiben und, wenn du es geschrieben hast, leichter erkennen.

Die Prämisse muss glaubhaft und für deine Leserschaft akzeptabel sein

Wenn du beweisen willst, dass ein einzelner Mann eine Armee besiegen kann, dann wirst du Mühe haben. Wenn es dir gelingt, kann es großartig sein. Wenn aber deine Leser keine Akzeptanz für  Kriegshelden haben, werden sie an der Geschichte keinen Gefallen finden.

Eine Geschichte darf nur eine Prämisse haben

Denn sonst kippst du Wasser in den Wein.

Wenn du in einer Geschichte beweisen willst, dass Liebe am Ende immer siegt und dass Verbrechen sich nicht lohnt und dass sich Verbrechen manchmal doch lohnt, (was ja  alles stimmt) dann verwirrst du den Leser und verhinderst seine Identifikation.

Alles klar? Ich freue mich über Deinen Kommentar!

(Schließlich kann man das ja auch ganz anders sehen)

Kreatives Schreiben, Motivation, Selbsterkenntnis

Jeder ein Schriftsteller?

Meine Antwort: Nein

Ich gebe Kurse im Kreativen Schreiben und jeder, wirklich jeder bringt dort seine Gedanken zu Papier, tauscht sich mit Anderen aus, gewinnt Selbsterkenntnis,  lernt achtsamer durch die Welt zu gehen und Sprache besser zu gebrauchen.

Und jeder macht die beglückende Erfahrung, dass er nichts braucht als Schreibblock, Bleistift und ein paar aufgeschlossene Menschen um gemeinsam in die Welt der Phantasie zu reisen.

Aber Schriftsteller? Ich zähle hier einfach mal auf:

  • Warten nicht, bis die Muse sie küsst. Aber die Muse weiß, wo sie zu finden sind:    Zu ganz bestimmten Zeiten am Schreibtisch.
  • Schreiben zur Prime-Time, also zu der Zeit, die andere für ihre wichtigsten Freizeitbeschäftigungen benutzen.
  • Lesen viel, weil sie Bücher lieben und lernen nebenbei eine gute von einer schlechten Stilistik, einen glaubwürdigen von einem unglaubwürdigen Text zu unterscheiden.
  • Und ja, -du hast es schon verstanden, es ist gut mal ein „schlechtes“ Buch zu lesen. Hölzerne Charaktere, unnütze Adverbien und Füllwörter, Achterbahnfahrten durch alle Stilschichten, scheußliche Passivformulierungen und Stereotype Handlungsabläufe schärfen den Blick. Du darfst dich auch hemmungslos amüsieren, wenn die Schreiber ihr Thema nicht kennen und sich deshalb auch nur in Allgemeinplätzen darüber auslassen können.

Kreatives Schreiben Ausdruck

Über den richtigen Ausdruck hatte ich schon geschrieben:      Der richtige Ausdruck?

Und jetzt kommt das Wichtigste:

Lerne, in der Welt deiner Phantasie zu leben.

Verteidige sie gegen jeden Zugriff. Gewöhne dir den Medienkonsum ab. Das Gelaber von Werpapierexperten und Talkmastern, die Kriege, die Produktwerbung. all dies Getöse lenkt dich von deiner Innenwelt ab, verdrängt deine Gedanken und Gefühle oder lässt sie unwichtig erscheinen. Es kann helfen morgens als Erstes, wenn du deinen Träumen noch näher bist als dem, was andere als die „Realität“ bezeichnen zu schreiben. Warum sollen deine geistige Welt, deine Träume weniger wert sein? Tolkien hat über Zwerge mit haarigen Füßen geschrieben…

Die wilden Vögel hinterlassen keine Spuren auf dem Wasser.             Doch sie vergessen niemals ihren Weg.        

Mach also die Türe hinter dir zu und tauche ab in Deine Welt.

Wenn Dir dieser Beitrag gefallen hat, freue ich mich über einen Kommentar.

Wenn er dir nicht gefallen hat freue ich mich erst Recht.

 

Dialog, Gut und lebendig schreiben, Kreatives Schreiben, Literatur, Professionell schreiben, Schreibwerkstatt

Dialoge auf Speed

Hier zeige ich dir, wie du aus dem langweiligen Geplauder mit dem Autoren ihre Leser vergraulen einen Stoff destillierst, der süchtig macht -Mega-süchtig sogar.

Und es ist ganz einfach.

Akzeptiere, dass ein Dialog nicht das ist, was sich Leute so erzählen. Ein Dialog ist ein Kunstprodukt. Die drei Wichtigsten Zutaten lauten:

1. Konflikt, 2. Konflikt, 3. Konflikt

Hier ein Beispiel, wie du aus „nettem Geplauder“ einen Stoff mit Suchtpotenzial anmischst:

Das nette Geplauder lautet:

Wie geht es dir? Antwort: Sehr gut.  (Leser schläft schon)

Füge der Antwort zwei kleine Worte hinzu und schon hast du eine Rakete am Start:

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Wenn du in einer Partnerschaft lebst, weißt du:           Bei indirekten oder ausweichenden Antworten ist was im Busch!

Legen wir noch eins drauf:

Dialog schreiben

Hier geht schon die Post ab. Der Leser will jetzt wissen, was los ist. Aber das darfst du ihm noch nicht sagen. Lass die beiden noch ein Weilchen aufeinander eindreschen, lass das Telefon klingeln oder jemanden zu Besuch kommen. Der Leser will wissen worin der Konflikt besteht. Er wir weiter lesen, denn du hast ihn am Haken.

Sehr gut auch: Die Gegenfrage.

Wie geht es dir?

Warum fragst du?

oder

Warum fragst gerade du das? 

 

Und hier eine kleine Übung bei der du hemmungslos gemein sein darfst!

Finde die Niederschmetterndste Antwort auf

„Ich liebe Dich.“

Dialog3

Die korrekte aber langweilige Antwort wäre:

„Ja, ich liebe Dich auch.“

Mit

„Ich liebe dich ja auch“

hast du schon starken Zweifel gesät. Geben wir noch ein Wort hinzu: „Eigentlich“

Viele Beziehungen befinden sich im „eigentlich“- Stadium. Das Gefühl ist zwar weg aber man nährt die Illusion, das es „eigentlich“ noch da ist oder sein könnte.-Irgendwo jedenfalls. Aber Gefühle, die man nicht fühlt, gibt es eben nicht.

„Eigentlich liebe ich Dich ja auch“

Das ist dann schon niederschmetternd. Auf jemanden, der mich „eigentlich“ liebt, könnte ich jedenfalls gut verzichten.

Aber da geht noch viel mehr. Wie wäre es mit:

„Ich dachte mit dem Thema wären wir durch“

Sicher fallen dir noch ein paar niederschmetternde Antworten ein. Mich würden sie brennend interessieren.

Wenn dir der Artikel gefallen hat, freue ich mich über einen Kommentar. Vielleicht mit der allerniederschmetterndsten Antwort.

 

 

 

 

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Deine eigene Autorenstimme finden! — Wortinseln

Früher hatte ich mir nie Gedanken über meine Autorenstimme gemacht. Aber plötzlich war ich mir unsicher, ob ich überhaupt zum Schreiben befähigt war. Wo war diese Autorenstimme zu finden? Wie sollte ich überhaupt danach suchen?

über Deine eigene Autorenstimme finden! — Wortinseln

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Übungen auf Deinem Weg zum Meister

Um richtig gut zu werden hier die Regeln Eins bis Drei. Sie lauten:

  Du musst sehr viel schreiben!

Hier findest Du gute und  erprobte Schreibübungen. Sie haben aber alle einen Nachteil: Du musst sie machen. -Nur lesen reicht nicht.

Die einfachste Methode um anzufangen ist ein Cluster. Hier siehst Du, wie man Clustert und warum es so hilfreich ist:        Angst vorm leeren Blatt?

Eine Vorschau deiner Schreibaufgaben.

Fange immer mit einem Cluster an und entwickle daraus einen Text. Und wenn du dabei den Eindruck gewinnst, dass deine Gedanken völlig banal und zum Gähnen langweilig sind, lass dir sagen: Das passiert jedem. -Nur weiterschreiben hilft.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Ein Menschenauflauf vor der Flüchtlingsunterkunft kann viele Gründe haben. Beim Clustern werden dir welche einfallen. Formuliere sie und vielleicht wird eine kleine Geschichte daraus.

Schreibe sie aus mehreren Erzählperspektiven: Ein kleines Mädchen, das aus dem Fenster der Unterkunft schaut, ein Polizist, Pizzabäcker von gegenüber, Obdachloser, Millionär, Macciavellist, oder die Bundeskanzlerin…

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Vom ewigen Licht bis zur Glühlampe. was sind Deine Ideen?

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Hier zwei Begriffe, die nah beieinander liegen. Sie bringen Spannung.

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Eine Übung in „Perspektive“

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Clustere und schreibe aus Sicht des Steins

 

Beschreibe zuerst ganz genau was du siehst, hörst, riechst sowie deine Körperempfindungen und Gefühle. Wenn du dann noch Metaphern findest, bist du gut unterwegs.

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Beim Schreiben musst du dich immer für eine Perspektive entscheiden. Hier für die des Schiffswracks.

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Clustere und schreibe aus Sicht des Wracks

 

 

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Du darfst auch über Dich schreiben.

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Ein Gegensatzpaar erzeugt Spannung.

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Was fällt dir zu den beiden Süßen ein?-Das Bild ist ziemlich berühmt.

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Und da fällt mir noch ein schön-rätselhaftes Zen-Gedicht ein. Es hat nur zwei Zeilen und reimen tut sich nichts. Aber mir ging es wochenlang nicht aus dem Kopf. Es war mein Koan. Wann kommt deine Erleuchtung?

Die wilden Vögel hinterlassen keine Spuren auf dem Wasser,

doch sie vergessen niemals ihren Weg.

 

 

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