Biertitten, Östrogen und Weihnachtsbäuche

Hektik, Bewegungsmangel, Alkohol, Überernährung, alles, was uns schon das ganze Jahr über ruiniert, geben wir uns zu Weihnachten noch mal in Überdosis.

Alles nicht gesund.

Und gerade Männer kriegen das, was sie am wenigsten brauchen können: Fettgewebe. Das blockiert die Wirkung des Testosterons, Östrogene gewinnen die Oberhand.

Überladene Bäuche wälzen sich in ächzende Bettgestelle. Bratenträume werfen Blasen im Bierdunst. Von bleichen Gänseknochen träufelt Fett bräsig in die Bruthöhle der Bratkammer.

Die vor Allem im Bier enthaltenen Phyto-Östrogene tun ein Übriges. Und so wächst dann die männliche Fettbrust. Gynäkomastie ist der Fachbegriff, der Volksmund bringt die Sache auf den Punkt: ‚Biertitten.‘

Prost Männer!

Unter dem Mangel an Testosteron schwindet aber auch, wie Himbeereis in der Sommersonne, die sexuelle Attraktivität und – ganz fatal – auch die Libido – und damit eine gesundheitsfördernde Chance auf erfüllend – freudbringende Zwei-oder gar Dreisamkeit. 

Die Engel sind sterbensmüde vom Weihnachtsstress.

Kinderlein? – eher unwahrscheinlich

Kerzen ausblasen?-Nicht nötig die haben schon von selbst aufgegeben: Zu viel CO2, zu viel ausgeblähtes Methan.

Die Weihnachtsengel taumeln sterbenskrank vom Biobaum (garantiert), und verenden, wie Motten in der Crop – Science von Bayer.


Mein Verhältnis zu Weihnachten ist von negativen Erfahrungen, vor Allem in der Kindheit, geprägt. Mein Gefühl bei dem Wort Weihnachten ist Wut. Dem kann ich mich nur auf dem Weg der Satire stellen. Satiriker sind ja angeblich enttäuschte Idealisten. Zu viel Ehre für mich, sage ich da. Weihnachten ist Religion, Konvention und Konsumismus. Alles, was ich nicht mag, von dem ich doch, zum Guten wie zum Bösen, ein Teil bin.


Siehst Du die Welt auch schonmal negativ? Dann lies oder höre hier weiter.


Herzlichst, D.H. Ludwig, der Sinnfinder von Schreibrausch.

Ich schreibe für Sinnsucher, Schriftsteller, Blogger und Texter, gebe Kurse in Kreativem Schreiben und Webpublishing. Die Themen reichen von der Charakterisierung über Dialoge, Plotten und Überarbeiten bis zu Hilfestellung bei Veröffentlichung, Web-Publishing und SEO. Weiter beschäftigt mich, was das Schreiben mit uns macht, wie es zur Entwicklung beiträgt, wie es unser Leben mit Sinn erfüllen kann. Humor kommt dabei nicht zu kurz. Über Deine Fragen, Nachrichten und Kommentare freue ich mich.

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5 Kommentare zu „Biertitten, Östrogen und Weihnachtsbäuche“

  1. Aus meinem TAGEBUCH:
    ___

    Vorweihnachtliche Gedanken

    FRÜHER
    gingen die LEUTE zu WEIHNACHTEN
    noch in die KIRCHE,
    um GOTTES WORT zu hören.

    HEUTE
    gehen sie nur noch hin, um wenigstens
    einmal im JAHR dem NACHBARN
    heuchlerisch-friedfertig zuzuwinken!
    ___
    © PachT 2010
    Veröffentlicht in GLAUBE + HEIMAT. Mitteldeutsche Kirchenzeitung,
    Nr. 51/52, 19.12.2010: S. 9
    ___***___

    Weihnachtsüberraschung

    Ich lasse mich
    wirklich überraschen,
    was für eine WEIHNACHTSGESCHICHTE
    sich unser Pastor diesmal ausgedacht hat …
    Er kann sich doch nicht
    JAHR für JAHR
    immer wieder wiederholen –
    das LEBEN geht doch auch weiter!

    Oder?
    ___
    © PachT 2010
    ___

  2. Es tut mir leid, dass du so negative Gefühle zum Thema Weihnachten hast. Vielleicht kannst du irgendwann deinen Frieden mit diesem Fest schließen. Ich wünsche dir das jedenfalls von ganzem Herzen.

    1. Danke. Ich lebe ja in Frieden. Für mich ist es gut, so wie es ist. Ruhe, besinnlichkeit, Innerlichkeit finde ich anderswo sehr viel. Extrem viel mehr und ganz ohne meine Gesundheit aufs Spiel zu setzen.

Ich freue mich auf deinen Kommentar!