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Lektorat? Kosten, Nutzen,

Lektorat
Na und?

Ein Lektorat kostet für ein Buch zwischen 1,70 €, (was meistens nur auf eine automatische Überprüfung der Rechtschreibung hinausläuft) bis zu 8 € je Normseite für eine tiefere Beschäftigung:

Das ist viel Geld. Für ein Buch ein paar Hunderter bis zu ein paar Tausendern. Und viele, ganz viele, können sich das nicht leisten. Aber diese Menschen erleben das, was die Welt wissen muss. Wichtigeres vielleicht, als die hauptsächlich für die Literaturkritik geschriebenen Erkünstelungen der Großschriftsteller, deren Erfahrungshorizont sich vielleicht auf Germanistikseminar, Verlagspraktikum und ein paar Beziehungskriesen beschränkt.

Ein Lektorat können sich viele nicht leisten.

Sollen sie deshalb von der Textproduktion und Veröffentlichung ausgeschlossen sein? Soll die Welt immer nur aus der Sicht einer kleinen Bildungselite beschrieben werden?

Ein Heer von Gralshütern ist sich einig:

Rechtschreibung ist Bildung und wer keine Rechtschreibung kann, der gehört nicht dazu. Der hat nichts zu sagen. Das sagen Schulmeister, Bildungsbürger, darauf reiten Leute rum, die weder kreative Ideen haben noch je etwas Berichtenswertes zustande gebracht haben. Und Lektoren leben von diesem Märchen.

Was erlebt eigentlich eine Kassiererin, eine Reinigungskraft,

ein Hilfsarbeiter auf einer Großbaustelle, ein Wohnungsloser? Mich jedenfalls würde das brennend interessieren. Auch ohne Lektorat!


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Falls du etwas geschrieben hast, womit Du Dich nicht an die Öffentlichkeit traust, dann kontaktiere mich bitte! Vielleicht ist es ja sehr gut und irgendein Verlagslektor hatte bloß keine Zeit es zu lesen oder es passte nicht in ein Verlagsprogramm. Das könnte zum Auslöser einer traurigen Entwicklung werden.

Wer mir schreiben will, hier lang:

Außerdem sind meine skurrilen Landgeschichten „Das Leben…ganz einfach“ wieder erhältlich und ich mache dafür etwas Werbung.

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