Buddhabilder auf dem Klo?

Na klar, für Freunde der meditativen Versenkung sogar mit ‚Softclose‘-Absenkautomatik, im Sonderangebot; Buddha wäre sicher begeistert. Aber bei Ikea gab es einen Eklat um eine goldene Klobrille mit seinem Bild – und das im Jahr 2565 nach dem Tod des Weltgeehrten. Eine ‚Reichweite‘, von der jeder Blogger nur träumen kann.


Und, – noch krasser: Ein mit dem Bildnis des Buddha geschmücktes Klo in der niederländischen Kleinstadt Brunssum brachte in Thailand die Gemüter frommer Buddha-Verehrer zum Kochen.

Den Siddhartha Gautama können wir nicht mehr fragen, aber einige, die für sich in Anspruch nehmen, in seinem Namen zu sprechen.

Hören wir Lin-chi, einen buddhistischen Mönch des 19. Jahrhunderts:

 „Wenn du das Heilige liebst und das Gewöhnliche verachtest, dümpelst du immer noch auf dem Meer der Verblendung.“

Heilig, profan; gut, böse; hier ich, da die Anderen – alles schön ordentlich getrennt in unsere Schublädchen.
Aber die Wirklichkeit? Wirf einen Stein in den Teich, die Druckwelle ist sofort überall. Fische, Mikroorganismen, Pflanzen – alles reagiert, alles interagiert: Ein Frosch springt vor Schreck an Land und wird vom Reiher gefressen – die Welle endet nie

Video, Teich, Welle, Buddha

Überall Interaktion, keine Trennungen.

Was bedeutet das für uns Menschen? Lin-Chi würde wohl sagen:

Lin Chi

Die tiefere Wirklichkeit ist die Existenz in völliger Wechselbeziehung.“

Lin-Chi

 

(So finster wie dieser Lin-Chi dreinschaut, war das mit dem Kloster wohl das Beste.)

Was hat dieses Buddha – Traktätchen mit kreativem Schreiben zu tun?

Für eine spannende, humorvolle Story brauchst Du überraschende Wechselbeziehungen und Gegensätze.

Gib gleichzeitig zwei sehr konträre Begriffe in eine Suchmaschine (für diesen Artikel waren das ‚Buddha‘ und ‚Klo‘).

Sofort liefert Dir der kleine Gott aus der Maschine überraschende Anekdoten für Deine Story.

Probiers mal aus und sag mir, wie es geklappt hat.

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Ich schreibe für Dich und für alle auf dem Weg. Was ich mir wünsche: Feedback.

Wo hängst Du fest, was treibt Dich um, wo brauchst Du vielleicht Unterstützung? Ich antworte immer. Und, als kleines Geschenk schicke ich Dir eine Zusammenfassung meines Leitfadens für gute Newsletter als übersichtliche Mindmap.

Bis dahin: Schreib wild! Schreib gefährlich!

Grüße von D.H. Ludwig, dem Sinnfinder von Schreibrausch

5 Kommentare zu „Buddhabilder auf dem Klo?

  1. Lieber Sinnfinder,
    ein ganz wunderbarer Beitrag zum Überwinden von (oft nur vermeintlich) Trennendem und eine supergute Anregung zum Aspektwechsel, der ich gerade relativ unkreativ, aber dafür hinreichend albern gefolgt bin:

    Ich komme gerade von der „Spurenleserin“ und habe daraufhin die Begriffe „Werwolf“ und „Orgasmus“ in die Suchmaschine eingegeben… naja… es hätten überraschendere Ergebnisse geliefert werden können. 😁

    Ich versuche nachher mal weitere Begriffe!

    Herzliche Grüße
    Sabine

    1. Na ja, Sabine, das ist ja auch eher für Teenies überraschend mit diesen Suchworten. Wie wäre es, wenn Du auch einen Blog startest. Du schreibst gerne und gut und kennst Leute, die wissen, wie es geht.

      1. Lieber Dirk,

        erst einmal danke für Kompliment und Angebot!

        Meinen Blog hatte ich viereinhalb Jahre mit einem bis drei Beiträge in der Woche. Ich habe mit der neuen DSGVO in 2018 beinahe alle Beiträge gelöscht, weil fast keiner wirklich kompatibel war und ich Angst vor den Abmahnanwälten hatte.

        Die mickrigen Reste findest Du aber noch hier; „Kunst ist für die Menschen“ heißt er, weil er im Untertitel anfangs so weiterging: „und zwar alle Kunst für alle Menschen“.

        Ich hatte fast keine Resonanz, so dass mir die Löschaktion nur sehr kurz wehtat. Ich genoss bald die neu gewonnene freie Zeit und steckte diese in einen kleinen YouTube-Kanal, der jetzt langsam zu ‚Vimeo‘ umzieht. Ich freue mich über Gäste, aber es ist nicht so niederschwellig zu erreichen wie ein YouTube-Video, da man sich anmelden muss… irgendwas ist immer… 🙄😁

  2. Hallo, lieber Sinnfinder,
    Du hast ein Steinchen in den Tümpel geworfen und eine kleine Welle schwappte glucksend an mein Ufer. Das Wichtigste, nur ein kleiner, verlorener Satz. „Was ich mir wünsche: Feedback“. Ein rares Gut. Alle wollen nur noch schnell etwas loswerden, sich erleichtern (die von Dir erwähnte Buddha-WC-Brille fällt mir dabei ein), teilen, denn geteiltes Leid ist vorgeblich halbes Leid. Oft bedauerlicherweise in den sog. „sozialen“ Netzwerken auch gedoppeltes, denn nicht jeder Content lädt zum Dialog oder zum Nachdenken ein.
    Nein, Hilfe beim Schreiben benötige ich derzeit nicht. Ich bin (leider?) eine klassische Solistin und was mir am meisten fehlt, ist der regelmäßige Tritt in den verlängerten Rücken und den kann ich mir nur selber geben. Ein kleines Hallo in der ‚Saure-Gurken-Zeit‘ und Ödnis der Herbstferien will ich hiermit senden, denn Likes sind mühelos geklickt – ein geschriebenes Wort, ein ganzer Satz, Gedanken, die man sich erst machen muss. Ich bin kein Finder, nur ein Sucher. 🤔

    1. Hallo und guten Abend und Danke für das kleine Lächeln, dass Deine Wellen in mein Gesicht spülten. ‚kein Finder, nur ein Sucher‘ ist gut, denn wer glaubt, etwas gefunden zu haben, der hält sich oft dran fest, will es in seine Schublädchen stecken aber das kostet nur unnötige Kraft, dieses festhalten.

Ich freue mich auf deinen Kommentar!